Der Blankeneser Gospelchor mit I believe

Benefizkonzert in der Blankeneser Kirche am Markt

Der Blankeneser Gospelchor, geleitet von Gregor DuBuclet, sang am 19. Juni 2022 ein Benefizkonzert in der Kirche am Markt und damit begann ein Konzert, auf dass alle Beteiligten schon über zwei Jahre gewartet hatten. Seit 1995 gibt es den Gospelchor der Kirchengemeinde Blankenese, der 2020 gerne sein 25jähriges Jubiläum mit einem großen Fest gefeiert hätte. Hätte, hätte, sagt man, es kam anders und nun findet das kleine Sommerkonzert statt, das so klein ja gar nicht war. Groß war in jedem Fall die sichtbare Freude der Choristen/innen und der Gäste. Und es war ein Benefizkonzert. Die Spenden für das Konzert teilt sich der Chor mit dem Bunten Haus Blankenese, einer Initiative der Kirchengemeinde zur Unterstützung geflüchteter Menschen.

Das Schlagzeug gab den Rhythmus vor. Der Chor startete pünktlich und sängerisch stark beim Gang zum Altar und zur Aufstellung, mit musikalischer Live-Begleitung. Mit Let the river run beginnt der Chor mit dem ersten von 12 Liedern und präsentiert in jedem weiteren seine Vielfalt, gibt jedem Gospel einen individuellen Ausdruck und eigene Dramaturgie. So strahlen die Stimmen zum Beispiel beim Sing and rejoice, sind ergreifend und mitfühlend bei Something inside you, einem Protestlied von 1984 über die Apartheid in Südafrika und die Ausgrenzung homosexueller Menschen. Gänsehautgefühl kommt auf bei Blinded your Grace des britischen Grime-Rappers Stormzy und Nothing gonna stumble my feet endet mit einem Knalleffekt. Mit Thank you for it all kommt der Solist des Abends, Marshall Titus, dazu und startet gleich durch ins Herz der Zuhörenden. Seine starke Stimme ruft, betont und erzählt von Dankbarkeit, als der Chor dazukommt, entsteht eine bewegende Verbindung.

Überhaupt bildet der Chor in sich eine harmonische und stimmige Einheit, es ist schön, das Zusammenspiel von Chorleiter und Chor zu erleben, sie sind ein aufeinander eingespieltes Team. Gregor DuBuclet leitet den Chor sehr eindrucksvoll, emotional und bewegt.

Bei Joyful noise fällt das Sitzenbleiben schon echt schwer, und leichter wird es nicht bei No rocks a cryin. Mit den Worten We need a miracle on earth endet das zehnte Lied und drückt damit treffend die aktuelle Stimmung aus. Dazu passt Bridge over troubled water, das vielleicht selten so samtweich begonnen wurde und dann so viel Power aufbaute. Das Konzert endete eindringlich und stimmungsvoll mit I believe. Obwohl – ohne Zugabe ging es dann nicht. Gemeinsam mit Marshall Titus begann der Chor Aint no mountain high enough und die Zuhörer/innen stimmten mit ein.

Es war ein starkes Konzert, das der Blankeneser Gospelchor mit Gregor DuBuclet seinen begeisterten Zuhörer/innen an diesem Abend geschenkt hat. Und wenn Gospel zum Ziel hat, die Menschen zu bewegen, dann wurde das Ziel zu 100% erreicht. Wie hieß es zum Schluss? Das hat es noch nie gegeben, Blankenese stand auf und war hingerissen. Der Applaus begleitete die Sänger/innen hinaus und umgekehrt sang der Chor, bis die Letzten die Kirche verlassen hatten.

Begleitet wurde der Chor von:

James Mironchika Music Director, Music Arrangements, am Piano/Keyboard,

Sönke Rust an der Gitarre

Henning Brandt am Schlagzeug

Claus Umland am Bass

Wer mehr wissen möchte, findet unter https://gospel-blankenese.de weitere Informationen. Unter anderem führt der Klick auf den Mitsingen-Button für Interessierte möglicherweise direkt in den Chor. Er freut sich über Zugänge, ob neu oder ehemalig, und möchte nach der Coronazeit wieder wachsen. Zu hören und zu sehen ist der Blankeneser Gospelchor, so der Plan, wieder am zweiten Adventsonntag 2022 in der Blankeneser Kirche, siehe aktuelle Termine auf der Website.

Auch zum Chorleiter führt der Link http://gregordubuclet.com zu mehr Informationen über seine reiche und vielseitige Karriere.

Der Solist des Konzerts präsentiert sich unter www.marshalltitus.com mit vielen Informationen und musikalischen Beispielen.

www.blankeneser-kirche.de ist die Adresse der Kirchengemeinde und unter www.blankeneser-kirche.de/runder-tisch geht es direkt um Kontakt zur Hilfe für geflüchtete Menschen.

Gertrud Krapp

Fotos

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