JazzAffair & Popchor “come together”

Am 8. Oktober fand das schon lange  geplante Konzert in Niendorf in der Verheißungskirche statt. Zunächst hatten unsere Gäste – der Popchor come together – mit ihren frisch und fröhlich vorgetragenen Songs das Publium in der fast vollständig besetzten Kirche in Stimmung gebracht. Ein besonderer Höhepunkt war dabei der Solovortrag der Gesangsschülerin Anna des Chorleiters Jan Lehmann, die mit viel Herz und Gitarre und einer beachtlichen Stimme überzeugen konnte.

Nach der Pause lag es dann bei JazzAffair, die gute Stimmung noch weiter zu steigern. Wir hatten uns ein Programm gewählt, dass die ganze musikalische Bandbreite des Chores abdecken sollte.

Schon seit längerem beschäftigt sichJazzAffair mit den Songs von Supertramp aus den 70iger Jahren. So begannen wir mit Take The Long Way Home. Nach diesem Rock-Titel ging die Reise dann nach Brasilien, um mit Black Orpheus dem Karneval die Ehre zu erweisen und dabei einen Schritt in den Jazz zu tun. Noch tiefer in diese Genre führte uns Round Midnight, eines der bedeutendsten lyrischen Stücke des modern Jazz, das unser Chorleiter Christian Holler für unseren Chor arrangiert hat.

Der nächste Titel beinhaltete dann einen musikalischen Sprung. Es handelte sich um Plenty Good Room, der besonders vom Text her ganz in der ursprünglichen Gospeltradition zu sehen ist und im Gegensatz zu dem eher melancholischen Round Midnight viel Lebensfreude widerspiegelt. Musikalisch weist das Arrangement, das wir von dem Song sangen, jedoch auch deutliche Jazzeinflüsse auf.

Es folgte dann ein weitere musikalischer Wechsel. Wir hatten uns zum ersten Mal an ein Lied gewagt, das aus der Klassik stammt. Es handelt sich um den Song of Peace aus dem Werk Finlandia des finischen Komponisten Sibelius. Ein Werk, das in seinem Inhalt gerade in der weltpolitischen Situation kaum aktueller sein konnte. Eigentlich lieben wir ja mehr die flotten, rockigen Rhythmen, aber dieser Song mit seiner wunderbaren getragenen Melodie hat es uns angetan.

Anschließend ging es dann wieder zurück in vertraute Gefilde mit dem zweiten Titel von Supertramp The Logical Song. Und dann ein weiteres Experiment. Während wir uns eigentlich schwerpunktmäßig mit den Titeln aus den 70iger und 80iger Jahren beschäftigen, haben wir uns diesmal auch an einem modernen Stück versucht. Royals, das vor einigen Jahren von Lorde mit riesen Erfolg produziert wurde,  war für uns musikalisch nicht ganz einfach, aber schnell sprang der Funke über und wir haben uns den Song intensiv erarbeitet.

Zum Abschluss des Konzertes durfte unser Markenzeichen die Bohemian Rhapsody nicht fehlen, dass hätte unser Publikum uns nicht verziehen. Am Ende gab es stehende Ovationen. Und da passte die Zugabe wunderbar sowohl zur Stimmung im Publikum als auch im Chor, nämlich I Feel Fine von den Beatles.

Abschließend bleibt zu sagen, dass es natürlich hier und da kleine Ungenauigkeiten gab, es insgesamt aber ein tolles Konzert war. Die Rückmeldungen aus dem Publikum waren entsprechend positiv und es wurde vor allem die Geschlossenheit des Chores und die Bandbreite der präsentierten Stücke gelobt. Nicht zu vergessen die wunderbare Leitung durch Christian Holler und die großartige Begleitung durch unseren Pianisten Hanno Schiefner.

Klaus Wichers

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