ALUMNI CHOR und SKYLINER JAZZ-BIGBAND

Am 22.02.2020 luden der Alumni Chor und die Skyliner Jazz-Bigband der Universität Hamburg zu einem Konzert der besonderen Art, zu Duke Ellintons SACRED CONCERT gepaart mit Werken von Tomás Luis de Victoria:

Ein Konzert, das kontrastreicher nicht sein kann: Kirchenmusik aus der Renaissance und zeitgenössische Musik, geprägt von Ellingtons persönlicher Religiosität und Spiritualität – in der Fassung von John Høybye und Peder Pedersen.’

Der Ablauf dieses Konzertes war so gestaltet, dass  in  der ersten Hälfte die Darbietung der Chor- und Bigbandstücke  eher  als gegensätzlich eingestuft werden konnte, um sich aber dann in der zweiten Hälfte  zu einem Gesamtwerk zu vereinigen –   zum SACRED CONCERT in der obigen Fassung.

Es begann der Chor  unter der Leitung von Lea Wolpert mit den 6 Responsorien aus dem Officium Hebdomadae Sanctae .  Diesen  sakralen Gesang vollführte der Chor in voller Harmonie mit all seiner Stimmvielfalt.

Es  folgte die Skyliner Jazz-Bigband unter der Leitung von Andreas Böther mit folgender Besetzung:

Gesangssolistin: Beate Kynast

Saxophon: Gideon Smeding (*), Sebastian Sandl, Birgit Storf (*), Jan Carstensen (*), Karl-Heinz Maas

Trompete: Peter Overbeck, Piika Karpinnen (*), Tin Lasic, Heiko Wegener (*), Erik Stroetzel

Posaune: Theo Becker,  Matthias Busch, Matthias Grabisch (*), Katharina Holube, Henrike Ziegler

Gitarre: Beatrice Gamsa

Piano: Mariya Ano (*), Niklas Anczykowski (*)

Bass: Carl Voss

Schlagzeug: Niels Raffel

(*) begeisterten auch durch Soli sowohl in der ersten als auch in der zweiten Hälfte

Mit den Stücken

  • The Spirit is willing (Sammy Nestico)
  • A Child is Born (Thad Jones)
  • Swinging Shepherd Blues (Moe Koffman)
  • God Bless the Child (Billi Holiday) – Gesang: Beate Kynast
  • Dindi  (Antonio Carlos Jobim)

leitete die Skyliner Jazz-Bigband über zur zweiten Hälfte des Konzerts.

Das  Sacred Concert in der Fassung von John Høybye und Peder Pedersen umfasst 10 Musikabschnitte und beginnt wie das zweite Sacred Concert von Ellington mit „Praise God“.

Es folgen:

2. Heaven

3. die Freedom- Suite, in der sich Ellington intensiv mit den von Roosevelts deklarierten „Four Freedoms“ auseinandersetzt. Sie besteht aus insgesamt 7 Abschnitten

Der Abschnitt „Freedom is a Word“ wurde ergreifend von Georgina Watkins mündlich vorgetragen

4. The Shepherd. Ein reines Instrumentalstück, bei dem die Band ihr großes Können zeigte. Der Saal „swingte“ mit.

5. The Majesty of God

6. Come Sunday. Bei diesem Abschnitt sang der Chor a capella – begleitet von Beate Kynast.

7. David danced. Hier tat sich Lorenz Krause (Jahrgang 2005) als  Stepdancer hervor  und erntete viel Beifall für seinen Auftritt.

8.  Almighty God.

9. T.G.T.T. (Too Good To Title). Hier brillierte Beate Kynast als Gesangssolistin begleitet am Klavier von Marya Ano. Kein Text, sondern gefühlvolle Improvisation und Scats. Nach dieser  Darbietung verstand jeder:  Dieser Abschnitt brauchte keinen Titel, weil…. too good to title.

10. Praise God and Dance.

Ein  fulminantes Finale. Hier zeigten alle Mitwirkenden noch einmal ihre Qualität.

Die Fassung des Sacred Concerts von John Høybye und Peder Pedersen zeichnet sich auch dadurch aus, dass dem Chor mehr Präsenz verliehen wird.

Und er war präsent!

So  anspruchsvoll und facettenreich dieses Konzert auch war,  dieser Chor meisterte seine Aufgabe mit Bravour. Mal laut, mal leise; mal gefühlvoll, mal eindringlich und fordernd; mal sakral, mal „swingy“.  Das Publikum spürte die Hingabe und die Freude – bis zum Finale.

Durch langanhaltenden Beifall  „erstritt“ sich das Publikum eine Zugabe und wurde von Andreas Böther gebeten, doch aufzustehen und mitzuwirken, was dann letztendlich nach Ende der Zugabe in standing ovations für das perfekte Zusammenspiel von Gesangssolistin, Stepper, Chor und Band überging –  wohlverdient.

Weitere Informationen über Chor und Band:

https://www.unimusik.uni-hamburg.de/
https://alumni-uhh.de/ueber/gruppen/chor/

Holger Berndt


Fotos:

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