2. Acappella-Werkstatt – ein Erfahrungsbericht

Tag 1

Am Samstag den 8.10.2016 war der erste Tag der 2-tägigen Acappella-Werkstatt. Nachdem ich einmal komplett an der Location vorbei gerannt (und dann wieder zurück…) und trotzdem viel zu früh da war, hatte ich genug Zeit die Location selber anzuschauen und in Ruhe anzukommen. Der Workshop fand in der Kultur-Werkstatt in Bahrenfeld statt. Große Räume, die im „Industrial-Chic“ -Stil gehalten sind. Grob verputze Wände, Fellteppiche und große, eingerahmte Bilder geben dem ganzen eine sehr gemütliche Atmosphäre.

Um 9.00 gab es die offizielle Begrüßung im Loft, zusammen mit allen Teilnehmern und Dozenten. Dann ging es auch schon ans Warmup-Singen, mit vielen lustigen Stimmübungen.

Die Gruppe wurde in die Stimmgruppen geteilt und so wurde den ganzen Tag über abwechselnd geprobt. Die Songs die im Laufe des Workshops erprobt wurden, waren folgende: Stevie Wonder – Superstition, Mark Foster – Wir sind groß und Jan Sievers – Die Suche. Also eine interessante und vielfältige Auswahl. Als erste Dozentin probte ich (die mit in der Gruppe des ersten Sopran war) mit Sörin Bergmann. Durch ihre fröhliche, sympathische Art schaffte sie es, die Gruppe aufzuwärmen und so konnten wir gut an den ersten Teilen der Songs werkeln. Nach anderthalb Stunden kam der Wechsel zum zweiten Dozenten „the man“ Alexander Grimm himself, Besitzer der Kulturwerkstatt, mit dem wir weiter an den Songs arbeiteten. Es war interessant zu sehen (und zu hören) welche verschiedenen Ansätze und Arbeitsmethoden jeder einzelne Dozent hatte, bis hin zu dem Punkt, wo es völlig gegensätzliche Aussagen gab….war aber durchaus so gewollt war.

Zum Mittag gab es eine längere Mittagspause, während der man die Chance hatte, mit den anderen Teilnehmern etwas ins Gespräch zu kommen. Danach ging es weiter zum Arbeiten, bei der wir immer wieder Pausen und Wechsel der Dozenten hatten. Nach einem sehr(!) langen Tag endeten wir mit einem „Recap (Wiederholen) des bis jetzt erarbeiteten Materiales und gingen soweit abgesungen, aber auch sehr gut gelaunt nach Hause in Vorfreude auf den nächsten Tag.

Tag 2

Der nächste Tag startete auch wie der erste mit einem Warmup-Singen. Allerdings fehlten leider einige Leute, die der Krankeitswelle zum Opfer gefallen waren. Aber davon ließen wir uns nicht abhalten. Heute standen das „Einsichern des bisher erarbeiteten Materiales, a.k.a Feintuning“ auf der Tagesordnung, aber auch mit neuen Dozenten zu arbeiten. Die heutigen Dozenten waren Daniel Barke, Jazzmusiker und Frank Winkels, Musicaldarsteller. So hat jeder seine Schwerpunkte beim Arbeiten mit der Gruppe. Frank konzentriert sich mehr auf den Inhalt der Songs und diese richtig emotional zu interpretieren. Also nicht einfach gefühllos „mal ein paar Noten singen“ sondern drüber nachzudenken, WAS man da eigentlich so singt. Daniel war mehr auf den Allgemeinklang, „flow“ und Dynamik innerhalb der Songs konzentriert. Hier war also zu lernen, ein Ohr für die anderen Stimmgruppen zu bekommen und zu hören, wann wer den Song eigentlich führt. Dynamik steht für das musikalische Gestalten der Passagen und nicht „alles auf einer 10 singen“. Auch heute gab es über den Tag verteilt eine Mittagspause und viele kleinere Pausen zum Verschnaufen und Luftholen.

Aber irgendwann war auch das Proben zu ende, denn es gab ja noch einen Auftritt zu bewältigen. Die Acappella-Werkstatt fand im Rahmen des „Acapella-Festivals“ statt, das am Freitag, 7.10.2016 ein Eröffnungskonzert begann und das das ganze Wochenende stattfand. Das Abschlusskonzert/Präsentation war nun der Abschluss des Wochenendes. Der Loft war toll ausgeleuchtet und dekoriert, und vor einem kleinen, aber feinem Publikum präsentierten wir trotz eindeutiger Nervosität das Ergebnis der harten 2-tägigen Arbeit. Und vor allen Dingen war die Erkenntnis groß, dass am Ende der ein oder andere kleine Fehler, den man bei den Proben so sehr hört, im Endergebnis gar nicht so auffällt.

Ich war nach dem Wochenende zwar leicht heiser gesungen, aber vor allen Dingen schien der Acappella-Virus auch mich irgendwie erwischt zu haben. Auch beim nächsten Mal werde ich hoffentlich wieder dabei sein können. Die Acappella-Werkstatt ist  auf jeden Fall empfehlenswert, wenn man erste Annäherungsversuche an den Bereich Acappella wagen möchte.

Maria Vangelista

Impressionen  von der 2. Acappella-Werkstatt

Vielen Dank an das Team der Acappella-Werkstatt für die Bereitstellung der Fotos. Weitere Bilder gibt es auf www.http://acappella-werkstatt.hamburg.

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